2026/27

100 Jahre Bildungstradition und ein neuer Name: Sportmittelschule Wörgl feiert großes Jubiläum

Mit einem besonderen Festakt, gelebter Gemeinschaft und mitreißenden sportlichen Showeinlagen feierte die Sportmittelschule Wörgl am Freitag, dem 25. September 2026, ihr 100-jähriges Bestehen. Ein Jahrhundert voller Schulgeschichte, pädagogischem Engagement und unzähliger Erinnerungen bildete den feierlichen Rahmen für ein Fest, das zugleich den Blick voller Schwung in die Zukunft richtet.

Neuer Name und frisches Logo für die Wörgler Traditionsschule

Gleich doppelt Grund zum Feiern gab es am Jubiläumstag: Die bisherige Mittelschule 1 Wörgl blickt nicht nur auf ein vollendetes Jahrhundert zurück, sondern trägt ab sofort auch offiziell den Namen Sportmittelschule Wörgl.

Direktor Gottfried Schneider durfte in der voll besetzten Turnhalle zahlreiche Ehrengäste begrüßen: Landesrätin Cornelia Hagele, Pfarrprovisor Christian Hauser, Bgm. Michael Riedhart, Vizebgm. Hubert Aufschnaiter, die Mitglieder des Gemeinderats Novela Steinlechner, Walter Altmann, Elisabeth und Hubert Werlberger, Iris Kahn und Patricia Kofler, weiters Schulqualitätsmanagerin Daniela Schlechter-Kitzbichler und einige ehemalige Schulleiter und Lehrpersonen.

Gemeinsam mit dem Grafiker Werner Neururer enthüllte Direktor Schneider das neue Schullogo, während Bürgermeister Riedhart die neue Schulbeschriftung vorstellte.

Pfarrprovisor Christian Hauser sprach auch einige Grußworte und nahm anschließend die feierliche Segnung der Schule vor. Volksschuldirektor Reinhard Angerer, der souverän durch das Programm führte, stand ihm dabei als „Ministrant“ zur Seite.

Begeisternde Showeinlagen im Turnsaal

Wie viel Energie und Vielseitigkeit in der Sportmittelschule stecken, bewiesen die Schülerinnen und Schüler im Rahmen des abwechslungsreichen Festprogramms:

  • Sport in Aktion: Dynamische Darbietungen aus den Bereichen Cheerleading, Volleyball, Trampolinspringen und Fußball zeigten die sportliche Bandbreite der Schule.
  • Kultur & Kreativität: Musikalische Beiträge und Theater-Einlagen rundeten das bunte Programm ab und sorgten für begeisterten Applaus bei Eltern und Gästen.
Ein Blick auf 100 Jahre Schulgeschichte

Die Wurzeln der Wörgler Bildungsstätte reichen bis in die 1920er-Jahre zurück. Durch das starke Bevölkerungswachstum infolge des Eisenbahnausbaus platzten die damaligen Klassen aus allen Nähten – 80 und mehr Kinder pro Klasse waren keine Seltenheit.

  • 1923: Auf Initiative von Bürgermeister Dr. Anton Avanzini, Gemeinderat Georg Opperer und Oberlehrer Hans Stricker nahm am 16. September 1923 die Bürgerschule im Gemeindehaus am Raiffeisenplatz ihren Betrieb auf.
  • 1926/1927: Wegen des enormen Andrangs begann im September 1926 der Neubau nach den Plänen des Wörgler Architekten Dipl.-Ing. Ferdinand Mayr. In einer Rekordbauzeit von nur 61 Arbeitstagen wurde der Rohbau fertiggestellt. 1927 konnte das neue Hauptschulgebäude feierlich eingeweiht werden – inklusive des damals größten Turnsaals im gesamten Bezirk Kufstein, was den Grundstein für die heutige sportliche Ausrichtung legte.
  • 1934: Inmitten der schweren Wirtschaftskrise drohte der Schule das Aus. Doch 300 Wörgler Eltern bewiesen Zusammenhalt und stimmten dafür ab, wöchentlich 1 Schilling pro Kind zu bezahlen, um den Schulbetrieb zu retten.

Während des Festakts warf Direktor Gottfried Schneider gemeinsam mit den Anwesenden auch einen schmunzelnden Blick auf die historische erste Hausordnung aus dem Jahr 1927.