2025/26

Coding-Brücken bauen

Im Rahmen des Unterrichtsfachs Digitale Grundbildung startete im vergangenen Schuljahr ein ambitioniertes und innovatives MINT-Projekt. Das Ziel: Schülerinnen und Schüler der Sportmittelschule Wörgl spielerisch an die Welt des Programmierens heranzuführen und gleichzeitig den Austausch zu fördern. Als Mentoren standen uns die Maturantinnen und Maturanten des Avicenna Gymnasiums aus Wien zur Seite.

Der Startschuss fiel im Klassenzimmer in Wörgl, allerdings mit digitaler Unterstützung aus der Bundeshauptstadt. In regelmäßigen Videokonferenzen über Google Meet lernten die SMS-Schüler ihre „Buddies“ (die Wiener Maturanten) kennen.

Das absolute Highlight des Projekts war die Exkursion der SMS Wörgl nach Wien, um die Wiener endlich live zu treffen und das theoretische Wissen mit der Praxis zu verknüpfen. Der Exkursionstag war vollgepackt mit Highlights:

Für die Gruppe wurden zwei MINT-Workshops im Technischen Museum Wien gebucht, in denen die Kinder tiefer in technologische Fragestellungen eintauchten.
Im Workshop „Computer – hast du damit gerechnet ?“ besuchten wir den legendären „Mailüfterl“ – den ersten volltransistorisierten Computer auf dem europäischen Festland. Für die Kinder war es faszinierend zu sehen, dass die Wurzeln der modernen IT, die sie heute nutzen, genau hier in Wien liegen.

Prof. Antunovic führte die 25 Kinder durch die Welt der Energieerzeugung und -nachhaltigkeit und im Anschluss an die Führung durften die Schüler das Gelernte bei einer interaktiven Rätselrallye quer durch das Museum selbstständig anwenden.

Am späten Nachmittag tauchte die Gruppe in die Informatikgeschichte ein. Im Retro Gaming Museum ging es bei einer maßgeschneiderten Führung um die Bewahrung und Konservierung alter Spiele und Spielekonsolen. Die Kinder lernten, wie sich Hard- und Software in den letzten Jahrzehnten entwickelt haben – ein faszinierender Kontrast zu heutigen High-End-Geräten.

Herr Erfan Momken hat am zweiten Tag die Gruppe besucht und für uns einen Programmier-Workshop abgehalten. Bei ihm tauchten die Schülerinnen und Schüler tief in das algorithmische Denken ein und lernten, komplexe Problemstellungen in logische Einzelschritte zu zerlegen.

Der Erfolg des Projekts liegt in der Verknüpfung dreier Welten: Während die Schulkooperation durch das Buddy-System für die nötige emotionale Basis und den angstfreien Zugang sorgte, machten die Museen die Evolution der Technik greifbar und faszinierend. Die Zusammenarbeit mit Vertretern aus Wissenschaft und Wirtschaft öffnete wiederum das Tor zu realen Zukunftsperspektiven und konkreten Berufsfeldern. Erst durch diese Synergie wurde aus einem Unterrichtsthema ein lebendiges, nachhaltiges MINT-Erlebnis, das den Kindern den realen Nutzen von Technologie in unserer Gesellschaft vor Augen führte.

Wir freuen uns auf die weitere Kooperation und werden im Herbst unter den Schulen ein neues Projekt durchführen.